Praxismarketing mit Social Media für Ärzte und Zahnärzte

Das Internet wird oft und gerne (und mitunter durchaus auch zurecht) als Ort unbegrenzter Möglichkeiten angesehen. Waren es zunächst vor allem statische Homepages, sind heutzutage auch verschiedene soziale Netzwerke als Kommunikationsplattformen etabliert.

Wann immer sich eine neue Kommunikationsplattform entwickelt, so stellt sich automatisch die berechtigte Frage, ob sich diese Plattformen in der Patientenkommunikation für das Praxismarketing und die Patientengewinnung nutzen lassen. Wenn ja:

  • Mit welchem Aufwand
  • und mit welchem Nutzen,
  • mit welchen rechtlichen Regularien
  • und welchen Risiken muss gerechnet werden?

Wir informieren Sie im Folgenden umfassend zu den Vorteilen, Nachteilen und den Rahmenbedingungen des Praxismarketings mit Social Media.

Social Media besteht nicht nur aus Facebook, sondern mit von der Partie sind auch Twitter, Pinterest, Instagram, YouTube, XING, Google+ und viele andere. Sehen wir uns die möglichen Player einmal näher an:

Twitter

Ob Twitter für das Praxismarketing einen wirklichen Nutzen darstellt, darf bezweifelt werden, obgleich eine steigende Anzahl von Praxen dort heute aktiv ist. Twitter ist für ausgeprägt mitteilungsfreudige Mitmenschen konzipiert worden. Der Informationsgehalt von derzeit 140 Zeichen ist doch arg beschränkt. Tatsächliche Inhalte bleiben so ein Stück weit auf der Strecke. Der Nachweis, ob Twitter eine messbare Anzahl von Patienten in die ärztliche oder zahnärztliche Praxis führt, steht noch aus. Die aktuellen Wachstumsraten bei Twitter zeigen kein deutliches weiteres Wachstum.

Pinterest/Instagram

Wer bei Pinterest und Instagram nach Inhalten rund um das Thema Praxismarketing sucht, der wird schwer fündig. Beide Netzwerke leben von Aktivität und „schönen Bildern“. Problematisch ist bei beiden die urheberrechtliche Situation. Das soll nicht heißen, dass diese Plattformen nicht in Zukunft für das Praxismarketing interessant sein könnten. Aktuell sind sie es nicht.

Xing/Linkedin

Bei XING (und auch Linkedin) handelt es sich eher um Geschäfts-, Management- und Jobplattformen. Hier mag es richtig sein, den/die zukünftige/n Kollegen/in zu finden, für die Patientengewinnung und -bindung eignet sich diese Plattform in der derzeitigen Ausprägung nicht.

Youtube

Da ist YouTube schon eine Idee interessanter, weil YouTube für bewegte Bilder ein wirkliches Dialogmedium darstellt. Leider gehört die Produktion von Videobeiträgen nicht wirklich zum ärztlichen Alltag und die Menge von Zuschauerschaft hält sich bei Standardbeiträgen in Grenzen. Das ändert sich schlagartig, wenn einzigartige Videoinhalte mit einem hohen Grad an Kreativität und/oder Neuigkeiten, beispielsweise neuen Therapien oder Therapieformen, platziert werden. Als Beispiel dazu sei die allgemein verständliche Darstellung von Halswirbel-Bandscheibenoperationen mit neuartigen, beweglichen Implantaten genannt. Dann allerdings muss konstatiert werden, dass eine messbare Anzahl von Neupatienten auf diese Art und Weise ihren neuen Behandler finden. In diesem Moment ist auch der Link von YouTube auf die eigene Praxis-Homepage wertvoll, weil er zu einem besseren Ranking der Praxishomepage führt. Wer also wirklich etwas Neues zu zeigen hat, der sollte und kann YouTube als Plattform für das Praxismarketing nutzen. Was abschreckt: Die Kosten für einen hochwertigen Video-Beitrag gehen rasch in den fünfstelligen Bereich.

Google+

Nachdem Facebook weltweit einen solch fulminanten Start hingelegt hat, wollte Google nachlegen und hat Google+ initiiert. An Google+ und dessen Nebenprodukten kommt derzeit kein professionell geführtes Praxismarketing für Ärzte und Zahnärzte vorbei, da es eine Vielzahl (kostenfreier) Möglichkeiten vereint:

Die Einträge aus Google MyBusiness (ehemals Google Maps bzw. Google Places) gehören zu den „organischen“ Ergebnissen einer Suche, wie beispielsweise „Facharzt Musterstadt“, im Gegensatz zu den Anzeigenergebnissen bei Google Ads (ehemals Google AdWords). Wird das Profil der Praxis ordnungsgemäß erstellt, so bietet Google einen Link zur Praxis-Homepage, die Anzeige der Telefonnummer, die tagesaktuellen Sprechzeiten, eine Lageskizze der Praxis, einen Routenplaner, die Listung der wichtigsten Spezialisierungen der Praxis, Fotos der Praxis und optional auch einen virtuellen Praxisrundgang (360°-Fotos). Das erleichtert dem potentiellen Patienten die rasche Kontaktaufnahme und das problemlose Finden der Praxisräume. Zudem verbessert der Link von der Google+-Seite zu der Praxis-Homepage das Ranking der Praxis-Homepage.

Diese Einträge sind für Patienten aufgrund ihrer exponierten Position auf der Trefferseite exzellent sichtbar, genießen bei den Patienten ein hohes Vertrauen und sind daher für die Suchmaschinenoptimierung für Zahnärzte höchst relevant und aufgrund ihrer zahlenmäßigen Begrenzung hart umkämpft. Da man die Positionierung nicht einfach wie bei einem Branchenbuch kaufen kann, entfällt ein gewisser Teil der Tätigkeiten beim SEO für Zahnärzte auf diesen Bereich.

Des Weiteren lassen sich bei Google+ von Patienten Kommentare/Bewertungen einstellen. Wie hinlänglich bekannt, hat das eben auch den Pferdefuß, dass man einen kontinuierlichen Blick auf das haben sollte, was dort so hereingeschrieben wird, denn es beeinflusst die Internet-Reputation der Praxis. Von Facebook unterscheidet sich Google+ im Wesentlichen dadurch, dass bei Google gesucht (und damit auch gefunden) wird, bei Facebook hingegen die Kommunikation über Empfehlungen läuft.

Wer nicht täglich mit Google+ arbeitet, sollte dies Profis überlassen, weil das ordnungsgemäße Einstellen und Aktivieren des Google+-Profils eben nicht so leicht ist wie häufig dargestellt, von der kontinuierlichen Internet-Reputationsüberwachung einmal ganz zu schweigen.

Facebook

Die aktuelle Nummer 1 im Praxismarketing mit Social Media stellt zweifelsohne Facebook dar. Facebook hat in der westlichen Hemisphäre de facto alle Mitbewerber überrannt und stellt für viele Menschen ein eigenes „Universum“ dar. Deshalb haben wir dem Praxismarketing mit Facebook ein eigenes Kapitel gewidmet.

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