Praxismarketing mit sogenannten Selbstverständlichkeiten

Werbung mit Selbstverständlichkeiten ist grundsätzlich nicht zulässig – so will es das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Das ist hier nicht das Thema. Hier geht es um gefühlte Selbstverständlichkeiten unserer zahn/ärztlichen Kunden im Zusammenspiel mit dem zunehmend spezialisierten Suchverhalten von Patienten. Diesem spezialisierten Suchverhalten muss das Praxismarketing Rechnung tragen, wenn es erfolgreich sein will. Schauen wir uns den Sachverhalt einmal genauer an:

Sprachliche Selbstverständlichkeiten

Je spezialisierter eine Facharztgruppe ist, umso mehr neigt sie dazu, bereits bei den Begrifflichkeiten den gängigen Verständnishorizont der Patienten zu verlassen. Allen voran die Onkologen, auf deren Praxis-Homepage Latein die dominante Sprache zu sein scheint. Das kommt dann zum Tragen, wenn onkologische MVZs nicht nur auf Überweiser angewiesen sein wollen. Ändert man den Sprachcode, so finden auch Patienten den Weg in die Praxis. Hier ein paar Beispiele:

  • Bronchial-Ca = Lungenkrebs
  • Mamakarzinom = Brustkrebs
  • Pankreas-Ca = Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Ovarialkarzinom = Eierstockkrebs
  • Malignes Melanom = (schwarzer Hautkrebs)

Die Liste ist beliebig erweiter- und auf andere Facharztgruppen übertragbar. Die übersehene Selbstverständlichkeit ist ein Verstoß gegen Paragraph 5 der erfolgreichen Gesundheitskommunikation: „Erfolgreiche Gesundheitskommunikation führt die Sprachwelten zusammen.“ Geben Sie dem Praxismarketing eine Chance, indem Sie den Patienten die Chance geben, Sie zu verstehen.

Inhaltliche Selbstverständlichkeiten

Weil die Suchmaschinen sich in den letzten Jahren immer besser an das Suchverhalten der Patienten angepasst haben, werden auch die Suchanfragen immer präziser. Was versteht das Praxismarketing in diesem Zusammenhang unter nennenswerten Selbstverständlichkeiten, also Leistungsangeboten, die auf der Praxis-Homepage ihren Niederschlag finden sollten? Hier eine kleine Auswahl von „Praxismarketing-Spezialisierungen“:

Sie behandeln im Interessenschwerpunkt auch Senioren? Dann sagen und schreiben Sie es bitte auch.

Der Begriff „Seniorenzahnmedizin“ wird viel häufiger gesucht als Sie denken. Und jetzt der klassische Einwand: Senioren wollen doch gar nicht als „Senior“ bezeichnet werden. Das mag stimmen, aber danach suchen, das tun die Senioren schon. Nachweislich. Und sie sind der Meinung, dass der Zahnarzt, der das anbietet, auch auf die Problematiken von älteren Menschen spezialisiert ist. Ihr Praxismarketing sollte das berücksichtigen.

Sie bieten Zahnimplantate auch für Diabetiker an? Dann sollte das auf Ihrer Homepage auch zu finden sein. Das Keyword „Zahnimplantate für Diabetiker“ ist hochfrequentiert.

Das mache ich schon über 15 Jahren, mögen Sie denken. Was Sie vielleicht nicht wissen, dass im Internet an zahlreichen Stellen auf die Problematik eines Diabetes im Zusammenhang mit Zahnimplantaten verwiesen wird. Folgerichtig denken Patienten, dass es hierfür einer Spezialisierung bedarf und suchen danach. Praxismarketing sucht sich solche Nischen, um Erfolg zu haben.

Sie führen zahnärztliche Hausbesuche durch? Dann tun Sie es kund. Abgesehen davon, dass zahnärztliche Hausbesuche in der Zwischenzeit vernünftig honoriert sind, machen Sie dadurch auch ganze Familien zu Neupatienten.

Praxismarketing entfaltet seine Wirkung nicht nur dann, wenn es etwas Neues gibt. Praxismarketing funktioniert auch dann ganz prima, wenn man den sogenannten Selbstverständlichkeiten bei der Patientensuche folgt. Wir haben da zahlreiche Ideen, die wir für unseren Kunden seit vielen Jahren erfolgreich praktizieren.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Praxismarketing-Beispiel Mut gemacht zu haben, sich nicht mit einer für Sie unbefriedigenden Patientensituation abzufinden, sondern aktiv das Problem zu bewältigen. Wir helfen Ihnen gerne.

Interessieren Sie sich für eine Beratung? Möchten Sie uns kennenlernen? Sie sind nur einen Anruf unter 0211 – 280 72 20 oder eine E-Mail entfernt.

Praxismarketing mit Selbstverständlichkeiten
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