Warum Praxismarketing kongruent sein muss

Manchmal ist es beim Praxismarketing zum Mäusemelken: Große Zahnarztpraxis in Berlin, 5-Sterne-Ambiente, Eigenlabor im Haus, erfahrene Behandler, großes Leistungsspektrum, perfekte Reichweitenerhöhung in alle umliegenden Stadtteile auf unseren Patienten-Informationsportalen, sehr ansprechende Homepage, eigentlich alles richtig gemacht. Dennoch kommen nicht die Patienten, die hochwertige Zahnsanierungen nachfragen.

Nun gibt es tausend Gründe, warum etwas nicht funktioniert: Die extreme Konkurrenz in der Nachbarschaft, die Lage neben einem Park, das Nachbarhaus mit einem Imbiss in der Lauflage und so weiter und so fort. Aber es gibt meist nur einen Grund, warum etwas funktioniert. Den galt es zu finden, um das Praxismarketing zu dem gewünschten Erfolg zu führen.

Die Analyse zeigte, dass die Homepage in ausreichendem Maß frequentiert war. Viele Patienten fanden zwar die Homepage über unsere die organische Suche und unsere Patienten-Informationsportale, aber nicht den Weg in die Praxis. Was also konnte der Grund sein? Es musste also an einer „Kleinigkeit“ liegen, die trotzdem schwer wog. Nun, die Homepage selbst wurde nicht von uns erstellt. War dort der Hund begraben?

Wie so oft liegt der Teufel im Detail

Die detaillierte Analyse offenbarte es: Die Patienten, die zu den relevanten, hochwertigen Themen (Behandlungsangeboten) auf die Homepage kamen, sprangen schnell wieder ab. Offensichtlich wurden ihre Belange nicht ausreichend gewürdigt. Und siehe da, die hochwertigen Themen der Praxis

  • Komplette Zahnsanierung
  • Sprechstunde für Vielbeschäftigte
  • Eigenlabor in der Praxis
  • Samstags-Sprechstunde
  • Zahnimplantate für Diabetiker
  • Zahnersatz mit zusätzlicher Garantie
  • Bio-Zahnersatz
  • etc.

fanden sich auf der Homepage nicht oder nur unzureichend. Kurzum, viele Leistungsangebote, die anspruchsvolle Patienten bewegen, waren auf der Homepage de facto nicht thematisiert.

Darauf hätten man auch früher kommen können, lautet doch die Regel No. 1 der erfolgreichen Gesundheitskommunikation: Erfolgreiche Gesundheitskommunikation setzt Kongruenz voraus. Die 7 Regeln der erfolgreichen Gesundheitskommunikation haben wir bereits im Jahr 2000 entwickelt. Die geforderte Kongruenz bedeutet, dass jede Therapie nach außen und nach innen stimmig und deckungsgleich angeboten werden muss.

Wie konnte das passieren? Bei der Erstellung der Praxis-Homepage waren die vermeintlich selbstverständlichen Themen bei der vom Zahnarzt beauftragten Agentur einfach unter den Tisch gefallen. Der Zahnarztkunde hatte den Weg über die Buchung unserer Patienten-Informationsportale zu uns gefunden, also wurde der Praxismarketing-Gesamtauftritt nicht von uns kontrolliert (Seitdem kontrollieren wir auch die Inhalte von Fremdhomepages.). Asche auf wessen Haupt?

Von da an ging es schnell. Unsere Textabteilung erstellte den fehlenden Content, unsere Technikabteilung baute die Texte ein, unsere SEO-Abteilung optimierte die Suchmaschinenoptimierung der Zahnarztpraxis, zur zeitlichen Überbrückung schalteten wir Google Adwords zu den spezifischen Themen. Dann herrschte drei Monate Ruhe, bis uns unser Zahnarztkunde anrief, um uns mitzuteilen, dass er im letzten Quartal 100 Neupatienten hatte, 40 davon allein für komplette Zahnsanierungen. Der Mann hatte zu tun – keine Zeit mehr für Telefonate.

Was lernen wir daraus? Die grundsätzlichen Regeln der erfolgreichen Gesundheitskommunikation aus dem Jahr 2000 (ohne Internet) gelten auch im Jahr 2018 (mit Internet), man muss sie nur beachten und richtig übertragen. Und nach wie vor ist die geforderte Kongruenz berechtigterweise die Regel No. 1.

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