Praxismarketing-Beispiele: Einmal Risikokreditabteilung und retour

Für niederlassungswillige Zahnärztinnen und Zahnärzte haben sich westdeutsche Landeshauptstädte zu echten Haifischbecken entwickelt. Die Anzahl der Zahnärztinnen und Zahnärzte steigt im Verhältnis sehr viel rascher als die Zahl potentieller Patienten. Den Letzten beißen die Hunde…

Wie es dazu kam

Dabei hatte alles so hoffnungsfroh begonnen. Die Standortanalysen des betreuenden Finanzberaters und des einrichtenden Dentaldepots malten ein güldenes Bild: Es gab reichlich Luft nach oben. Alles super. Und, weil man schon mal so schön dabei war bei der Finanzierung: Warum darf’s denn nicht noch ein Cerec® obendrauf sein? „Alles kein Problem, denn erst in 2 Jahren beginnt die Tilgung“.

Der Katzenjammer folgte auf dem Fuße. Die in den Business-Plan hineingepinselten Plan-Umsätze wollten sich einfach nicht einstellen. Das Dentaldepot kam zu „Kontoklärungsgesprächen“ in die Praxis. Die Praxis rutschte bei der betreuenden Bank in die Risikokreditabteilung. Unweigerlich wurde eine sogenannte Fortführungsprognose auf Kosten des Zahnarztes in Auftrag gegeben. Die Fortführungsprognose kam (völlig überraschend) zu dem Ergebnis, dass es an Patienten mangelte. Erfreulicherweise war die betreuende Bank bereit, dem Zahnarzt ein zusätzliches Darlehen für Marketingmaßnahmen zu bewilligen. Der Fall landete bei der Informationsstelle Gesundheit.

Die Lösung

Jetzt musste es rasch, präzise und geräuschlos gehen. Hier der Lösungsplan für dieses Praxismarketing-Beispiel:

  1. Detektion und Beschreibung der von der Praxis angebotenen Leistungen

An diesem Punkt erfragen wir die besonderen Leistungsangebote einer Praxis, wie beispielsweise nach Familien-Zahnmedizin, Senioren-Zahnmedizin, Sprechstunden für Vielbeschäftigte, etc. Ferner versuchen wir den Praxisbetreiber für Nischenangebote zu gewinnen.

  1. Einstellung einer Reichweitenerhöhung innerhalb aller Stadtteile und in der angrenzenden Region auf den Patienten-Informationsportalen www.cmd-arztsuche.de, www.zahnarzt-arztsuche.de und www.zahnimplantate-arztsuche.de.

Damit ist die Auffindbarkeit der Praxis und der meisten ihrer Leistungen auf der ersten Seite der organischen Google-Suche innerhalb von 2 Tagen möglich. So überwindet man die Zeit, bis die Praxis-Homepage bei der Google-Suche nach vorne gelangt (Fragen Sie doch mal Ihre Agentur, was sie in dieser Situation macht).

  1. Fertigstellung der seit 13 Monaten (!) in Arbeit befindlichen Praxis-Homepage inklusive Texterstellung.
  1. Einrichtung der Praxisprofile auf allen relevanten Bewertungsportalen, wie beispielsweise jameda und Google MyBusiness

Damit erreicht man die notwendige Kaufentscheidungsunterstützung bei potentiellen Patienten.

  1. Start des Bewertungs-Managements und der permanenten Internet-Reputationsüberwachung (siehe Empfehlungsmarketing)

Damit stellt man sicher, dass nichts „anbrennt“.

  1. Temporäre und dosierte Anzeigenschaltung mit Google Ads (ehemals Google AdWords) für rasch fakturierbare Praxis-Leistungen
  1. Verhandlung mit dem Dentallabor zur langfristigen Übernahme der Praxismarketing-Kosten

Damit wird die Möglichkeit zur termingerechten Tilgung erhöht.

Ergebnisse:

Es braucht ein paar Wochen, bis die Praxis die Umsatzsteigerungen sieht. Und es braucht einige Zeit, bis die Bank die Umsatzsteigerungen als so nachhaltig anerkennt, dass der zahnärztliche Schuldner in die normale Kreditabteilung zurückgestuft wird. Das war eine stressige Zeit für unseren zahnärztlichen Mandanten. Sie hat uns zusammengeschweißt.

Wir möchten Ihnen mit diesem Praxismarketing-Beispiel Mut machen, auch in einer finanziell schwierigen Situation nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Bis zum heutigen Tag (toi, toi, toi) mussten wir noch keinen Mandanten aus der Risikokreditabteilung in die Liquidation begleiten. Wir geben uns alle Mühe, dass dies auch in Zukunft nicht passiert. Man muss es aber auch nicht erst soweit kommen lassen.

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Praxismarketing-Beispiele: Einmal Risikokreditabteilung und retour
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