Praxismarketing und „Social-Media-Blindness“

Nicht nur wir forschen, viele forschen, was funktioniert beim Praxismarketing und was funktioniert bei Praxismarketing eben nicht. In diesem Zusammenhang werden immer wieder die Social Media Kanäle, wie beispielsweise Facebook® sorgfältig beäugt. Im wahrsten Sinne des Wortes beäugt hat die Firma Eyevido „Gefällt mir“-Angaben auf Webseiten mithilfe einer Eyetracking-Technologie.

Ein beliebter, und wie sich in Folge herausstellen wird, wenig effizienter Trick für das Praxismarketing ist das Einbinden von Social-Media-Feedbacks auf Unternehmensseiten und Praxis-Homepages. Der Betreiber einer solchen Seite freut sich über die Likes, resp. „Gefällt mir“-Angaben. Was aber denken und bemerken die Menschen, die solche Seiten betrachten?

Das Ergebnis der Eyetracking-Studie ist ernüchternd. Knapp ein Drittel der Probanden haben Bewertungen und Likes aus den Social-Media-Portalen wie Facebook überhaupt nicht angeschaut, ein weiteres knappes Drittel hat Bewertungen und Likes nicht wahrgenommen und konnte sich später nicht daran erinnern. In Summe über alle Probanden wurden die Angebote der auf diese Art und Weise „gepimpten“ Homepages nicht positiver in Erinnerung behalten.

Das ist eine bittere Erkenntnis für all diejenigen, die Social-Media-Kanäle vermarkten oder schwerpunktmäßig für das Praxismarketing nutzen. Aber nichts ist so schlecht, dass es nicht auch für etwas Gutes zunutze wäre. Rasch wurde der „denglische Marketingsprech“ um einen schönen Begriff erweitert: Die Social-Media-Blindness. Macht doch allein dieser Begriff unsere Welt ein Stück weit schöner.

Praxismarketing und „Social-Media-Blindness“
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