Der wunde Punkt: Aufklärung Teil 2

Behandlungsalternative zur klassischen Leitungsanästhesie

Obgleich die klassische Leitungsanästhesie täglich tausendfach durchgeführt wird, kommt es immer wieder mal zu Komplikationen und bleibenden Schäden. In der Regel wird der Patient vorher über mögliche Risiken aufgeklärt, häufig jedoch nicht zu existenten Behandlungsalternativen. Im Schadensfall landet die Chose vor Gericht.

Die aktuelle Rechtsprechung verlangt aber neben der Risikoaufklärung auch die Aufklärung über Behandlungsalternativen (LG Berlin AZ.: 6 O 386 / 05, OLG Frankfurt AZ.: 8 U 251 / 05, OLG Koblenz AZ.: 5 U 41 / 03) unter Bezugnahme auf das Patientenrechtegesetz, BGB Paragraf 630. In all diesen genannten Fällen war zwar eine ordnungsgemäße Risikoaufklärung durchgeführt worden, Behandlungsalternativen hingegen wurden nicht dargelegt.

Ein gefundenes Fressen für Patientenanwälte, denn mit der intraligamentären Anästhesie gibt es nach Auffassung der Gerichte eine Behandlungsalternative zur klassischen Leitungsanästhesie. Also muss darüber auch aufgeklärt werden. Die den Patienten zugesprochenen Schmerzensgelder waren empfindlich hoch. Die ausschließliche Nennung der Behandlungsalternative Intubationsnarkose fand vor den Richtern/innen keinen Anklang, erfordere diese Alternative doch einen sehr hohen Aufwand und sei nur in Ausnahmefällen angemessen.

Soweit, so gut. Über den medizinischen Nutzen der intraligamentären Anästhesie soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden, wohl aber über den Nutzen für Ihr Praxismarketing. Auf dem Patientenportal www.zahnarzt-arztsuche.de haben wir bereits vor Jahren eine Rubrik (und eine Expertensprechstunde) zu den Suchbegriffen „Spritzenphobie“, „Angst vor der Spritze“ und „Spritzenangst“ online gestellt. Seien Sie versichert, viele Patienten sind auf der Suche nach einem Zahnarzt, der das anbietet. Auch die Praxen, die diese Anästhesiealternative anbieten, berichten uns von einer guten Patientenresonanz.

Vielleicht macht es deshalb auch für Ihre Praxis Sinn, sich aus Sicht des Praxismarketings mit dieser Behandlungsoption auseinander zu setzen. Die Auffindbarkeit Ihrer Praxis bei der Google-Suche zum Suchbegriff „Angst vor Spritzen beim Zahnarzt“ übernimmt dann das Patientenportal www.zahnarzt-arztsuche.de. Sie werden Ihre Praxis dann auf den vorderen Plätzen wiederfinden.

Nutzungshinweis:

Die Informationsstelle Gesundheit kann und darf keine Rechtsberatung geben. In dieser Rubrik finden Sie Aktuelles aus der relevanten Rechtsprechung für das Praxismarketing. Die Rubrik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Detailgenauigkeit, sondern ist eine willkürliche Auflistung von leicht verständlich gehaltenen Zusammenfassungen. Für Rückfragen wenden Sie sich in jedem Fall an Ihre Rechtsvertretung oder Ihren Rechtsanwalt.

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